Willkommen! / Bienvenue!

Herzlich willkommen auf unserem Blog!

Hier werden wir von nun an über unser Deutsch-Französisches Ökologisches Jahr (DFÖJ) berichten. Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Advertisements

„Au revoir“ l’hiver!

IMG_20180211_171926
Der Weg zu Schule verwandelte sich zum Flüsschen…
IMG_20180205_125252
Schnee! Wie herrschaftlich der Weg plötzlich aussieht…
IMG-20180201-WA0002
Die Sonnenaufgänge sind jedes Mal aufs Neue ein Träumchen
IMG_20180204_205133
Freiwilligenessen…selbstgebackene Vollkornbrötchen, frittierter Topinambur (dank der la Caille), Käse (von der Passiflore und leckeres Ofengemüse (vom unseren Gärtnern)
IMG_20180121_130137_1
Ausflug zu Anna auf die Passiflore, wir lieben Ziegen!

IMG_20180121_125456

In den letzten Tagen hatten wir auf der la Mhotte nach -12°C plötzlich +18°C…c’est chaud!
Die Zeit der langen Unterhosen, des dauerbrennenden Ofens und der dicken Decken scheint vorbei zu sein… die Natur explodiert und schenkt uns „plein d’energie“ – die brauchen wir auch, um die Erkenntnis, dass schon die Hälfte unseres Freiwilligendienstes schon vorüber ist, zu verkraften.
So ist das Glas eben halb voll und es warten noch mindestens ebenso so viele wunderbare oder at least lehrreiche Erfahrungen auf uns…
Bis bald, Johanna

Schnee in Montpellier!

 

dav
Der Hof des Heidelberghauses im Schnee
dav
Unser Mini-Schneemann 😉

 

dav
Palmen und Schnee

Vergangene Woche ist das Unglaubliche passiert: Montpellier ist unter einer Schneedecke versunken. Das erste Mal seit 30 Jahren!

Im ersten Moment waren alle euphorisch und haben Schneemänner gebaut und sind in den – weder gestreuten noch geräumten – Gassen Montpelliers Ski oder Schlitten gefahren. Als dann aber die Trams nicht mehr fuhren und die Autobahn 24 Stunden blockiert war, sank die Begeisterung natürlich. Wegen der zusammengebrochenen Infrastruktur kam es auch zu Engpässen in den Supermärkten, weswegen der Anblick von komplett leer gefegten Regalen keine Seltenheit war. Bis das ganze Chaos sich wieder gelegt hat, hat es auch ein paar Tage gedauert, denn auf Schnee ist man hier im Süden natürlich nicht vorbereitet. Mittlerweile läuft wieder alles in geregelten Bahnen. Die Stadt Montpellier wollte den Schneefall übrigens als Naturkatastrophe anerkennen lassen (aus versicherungstechnischen Gründen). Daraus wurde letztlich aber nichts. Fast 30 cm Schnee waren dafür dann – auch in Südfrankreich 😉 – nicht ausreichend.

Liebe Grüße aus dem jetzt wieder schneefreien Montpellier,

Christina

Sümpfe, so weit das Auge reicht

Zwischen vielen Stunden im Büro genieße ich die Tage, an denen es im Gelände etwas zu tun gibt. Hier ein paar Eindrücke, wie man sich „das Grüne“ in der Camargue vorstellen kann

 

eva 1eva 2

eva 3
Die Käfige dienen dazu, Enten zu fangen, um sie anschließend zu beringen.

Sonnige Grüße,

Eva

Ein Tag in den Marais du Vigueirat

Mein Arbeitstag im Naturschutzgebiet Marais du Vigueirat im Süden Frankreichs fängt meistens um neun Uhr an. Jetzt im Winter (von Mitte November bis Mitte Februar) geht es für mich oft ins Büro, wo ich zum Beispiel dabei helfe Dokumente zu verfassen und zu ordnen oder Animationen zu bestimmten Themen plane. Gegen 13:00 Uhr mache ich normalerweise eine Stunde Mittagspause, bevor es gegen 14:00 Uhr wieder zurück ins Büro geht. Planmäßig geht der Arbeitstag bis 17:15 Uhr, aber oft gibt es nicht viel Arbeit und ich darf länger Pause machen oder bin früher fertig. Da ich direkt auf dem Gelände wohne ist es kein Problem, in der Mittagspause zu Hause zu kochen. Abends bleibt Zeit, Hobbies nachzugehen oder noch einmal ins Büro zurück zu gehen um das WLAN  zu nutzen und mit Freunden zu skypen. An manchen Tagen habe ich aber auch an einer Fortbildung teilgenommen, die größtenteils aus Tagesausflügen in die Umgebung bestand, wodurch die Arbeitszeiten natürlich abweichen.

Im Herbst wurde mir viel Zeit gegeben, mir selbstständig die Vogel- und Pflanzennamen der in der Camargue verbreiteten Arten beizubringen. Mehrmals pro Woche ging es für mich aber auch ins Gelände, um die „Jussie“ (ein in flachen, stehenden Gewässern wachsendes Kraut) oder den „Baccaris“ (ein großer Strauch) auszureißen. Beide wachsen schneller als andere Pflanzen, nehmen ihnen Licht und Nährstoffe weg und verringern die Artenvielfalt, wenn man nichts gegen sie unternimmt. Mit der Arbeit im Gelände fangen wir an heißen Tagen meistens eine Stunde früher an, sodass wir die Mittagspause verlängern können.

Auch im Frühling und Sommer werde ich zum Teil im Gelände arbeiten. Ansonsten steht an, auf dem 2,5 km langen Rundweg Führungen für kleine Gruppen zu geben und ihnen die Natur und Kultur der Camargue näher zu bringen.

Winter auf der Ferme de l’Adrech

Auch bei uns in den Cevennen ist der Winter angekommen. Der Mistral Wind pustet, es sind häufiger Wolken am Himmel und die Temperaturen steigen nur noch selten über 10°. Ob es keinen Schnee gibt? Die Adrech liegt auf ca. 500 üNN und damit in der Regel nicht hoch genug für Schnee. Meist schneit es nur einen, vielleicht zwei Tage im Januar oder Februar, dieses Jahr allerdings fielen tatsächlich Anfang Dezember einige Flocken und eine cevenolische Bauernregel besagt: schneit es einmal vor Weihnachten, wird es im Winter siebenmal schneien! Also warten wir das zweite Mal noch gespannt ab.

Wir heizen hier in den Cevennen mit Holzöfen und da wir kein Haupthaus haben, sondern mehrere kleine Räume beheizen, brauchen wir viel Feuerholz. Holz machen ist also eine wesentliche Aufgabe in den Wintermonaten. Ein Teil des in den warmen Monaten gesammelte Kleinholz wird jeden Tag in ofengerechte Stücke gebrochen und an den Wochenenden werden die getrockneten Baumstämme von Loïc mit der Kettensäge zerkleinert. Danach sind wir Freiwilligen dran mit Spalten, bevor wir alles in Teamarbeit in die Holzunterstände verfrachten. Und eines ist sicher: Holz wärmt zweimal – einmal beim Machen und zum zweiten Mal beim Verbrennen!

An der Tagesordnung sind in den Wintermonaten auch Arbeiten der Instandhaltung. Die Mauern der Terrassen und die Terrassen selbst müssen von Unkraut (und davon jede Menge) befreit und für die nächste Anbauperiode vorbereitet werden. Die Gewächshäuser werden geleert, aufgeräumt und – falls nötig- die Plastikbahnen gewechselt. Loïc sagt immer: l’hîver – c’est la saison du nettoyage!

Den Winter nutzen wir aber natürlich auch, um die Bauprojekte auf der Ferme voranzutreiben. Es wird also hier am Dach gearbeitet, da die Mauer weiter hochgezogen, dort der Boden ausgehoben und und und… Für die im Sommer zugelaufenen Hunde (Fepaci und Fepaca) haben wir zum Beispiel eine Hundehütte gebaut (aus einer alten Gefriertruhe) und gegen Mäuse neue Vorratsregale. Es gibt immer etwas zu tun.

Natürlich wollen wir auch im Winter etwas Gemüse verkaufen und essen. Dafür haben wir Wintergemüse gesät und Kohlrabi, Spinat, Mangold und rote Beete ernten wir z.Z. bereits.  Außerdem wird geplant, was im nächsten Sommer wo wachsen soll und wie viel davon, denn Setzlinge müssen nun bestellt werden und auch Saamen werden gekauft. Und dafür muss natürlich das Terrain vorbereitet werden, womit wir wieder bei der „nettoyage“ wären.

Wir halten uns hier jetzt noch schön warm und bereiten uns gut vor auf die ausgiebige und voraussichtlich anstrengende Pflanzphase im März. Falls ihr Fragen zur Ferme habt, gerne über das Kontaktformular. Bis dann! Bisous, Ella

Leben auf der La Mhotte

Heute erzählen wir euch ein bisschen, wie unser Leben auf der La Mhotte so ausschaut. Charlotte, Heike und ich arbeiten in sieben verschiedenen Strukturen.

Jeden Montagmittag entscheidet sich bei der réunion mit den Verantwortlichen der Arbeitsbereiche, wer wo und wann arbeitet, denn das variiert von Tag zu Tag.

Wenn die Waldorfschule keine Ferien hat, hilft jeden Morgen eine von uns der Köchin Sophie das Mittagessen für die Schüler in großen Töpfen zu kochen. Außerdem sind wir Freiwilligen dafür verantwortlich Salat und Nachtisch für die „repas commun“ vorzubereiten.

Mit Iris kümmern wir uns um die Instandhaltung des Geländes. Jetzt im Winter gibt es immer weniger zu tun, die letzten Blätter sind geharkt, nur die Schlaglöcher freuen sich darauf ab und an aufgefüllt zu werden. Im Frühjahr werden wir dann wieder viel jäten, mähen und Bäume/Hecken beschneiden.

Die Arbeit für die Pferde, das heißt vor allem Boxen misten und Stroh nachfüllen, nimmt in der kalten Jahreszeit allerdings zu.

Im Échoppe, dem Bioladen auf unserem Hof, arbeiten wir jeden Dienstagnachmittag alle zusammen, räumen die Bestellungen ein, registrieren neue Produkte und kassieren ab.

Mittwoch- und Samstagmorgens hilft auch noch eine von uns Simon, dem Verantwortlichen beim Abkassieren und Aufräumen.

Jeden Freitagabend ist Soirée im Échoppe, viele Menschen aus der Umgebung kommen auf ein Feierabendbier vorbei, oft kochen wir etwas, und später wird manchmal getanzt, die Bar ist geöffnet und man kann sich ans Lagerfeuer setzen.

Mit den beiden Gemüsegärtnern Benoît und Mickael arbeiten wir jeden Donnerstag zusammen. Momentan bedeutet das vor allem, dass wir das Gemüse für den Markt vorbereiten und ein bisschen ernten. Die große Kartoffel- und Rübenernte war schon im Oktober, gerade ernten wir noch einige grüne Salate, doch im Januar und Februar werden wir uns auf diverse Kohlsalate einstellen.

Léonore kümmert sich unter anderem um die Gratuiterie auf dem Hof, jeden Mittwoch sortieren wir dort die neu angekommenen Kleidungsstücke und finden auch ab und an etwas Schönes für uns. ☺

Wenn wir Gäste in unserer Gîte beherbergen, bügeln wir vorher mit Virginie und kümmern uns auch darum, dass alles schön aussieht.

Anfangs brauchten wir schon unsere Zeit, uns wirklich einen Überblick über all die verschiedenen Strukturen mit ihren unterschiedlichen Verantwortlichen zu verschaffen, mittlerweile hat sich aber vieles echt gut eingependelt und die Arbeitsatmosphäre ist fast immer sehr positiv und offen.

Außerhalb der Arbeitszeiten finden wir genügend Raum unsere Hobbies auszuleben. Ob Chor im Foyer Michael, Yoga im Salle de Sept Pilliers oder (gemeinsames) Klavierspiel, wir haben echt viele Möglichkeiten, das zu tun worauf wir Lust haben.

Bemerkenswert ist, dass hier auf der La Mhotte sehr auf unser Wohlergehen geachtet wird und eine große Offenheit gegenüber neuen Projekten und Ideen herrscht.

Grüße von den La Mhotte Mädls!

P1030887
Der Sellerie wird für den Markt vorbereitet
P1030874
Der Herbst ist angekommen
P1030729
Fenouil freundet sich langsam auch mit Charlotte und Heike an (oder andersherum ;-))
P1030742
Es wird warm im Saale commune